Aug 062012
 
tuerkisch

Türkisch  Türkei – Zwischen Tradition und Moderne

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Ursprünge und Entwicklung der Sprache

Berg Nemrut

Berg Nemrut

Die türkische Sprache findet ihre Wurzeln in der Sprache der Oghusen, einer früheren türkischen Stammeskonföderation auf dem Gebiet der heutigen Mongolei. Etwa im 10. Jahrhundert nach Christus verließen die Stämme allerdings dieses Gebiet und wanderten ab in den mittelasiatischen Raum Persien an. Dadurch haben viele verschidene persische Ausdrücke ihren Weg in das türkische Vokabular gefunden. In dieser Zeit tritt Seldschuk, einer der Stammesfürsten, zum Islam über. Seitdem wurde die in ihrer Entwicklung befindliche türkische Sprache in arabischen Schriftzeichen dargestellt. Dadurch haben auch verschiedene arabische Ausdrücke Ihren Eingang in die Sprache gefunden.

Nachdem im Jahre 1923 die Republik Türkei ausgerufen wurde, wurde im Jahr 1928 auch die Sprache von den laizistischen und kemalistischen Reformen erfasst. Kemal Atatürk initiierte eine Sprachreform, in deren Zuge man dazu überging, nicht mehr die arabischen Schriftzeichen zur Darstellung zu benutzen, sondern auf das lateinische Alphabet umzustellen. Überhaupt durchlief das Türkische erhebliche Veränderungen und entwickelte sich hin zu der Sprache, die heute von knapp 60 Millionen Menschen in der Türkei gesprochen wird.

Der Reformprozess ist bis heute nicht abgeschlossen. Nach Gründung der

türkischen Republik begann man in den 30er Jahren damit, fremde Lehnwörter durch teilweise vorhandene, teilweise aber auch durch künstliche "neu-türkische" Ausdrücke zu ersetzen,  und zwar ohne jede Rücksicht auf andere Turksprachen. 1932 wurde zu diesem Zwecke der Returkisierung bzw. zur Modernisierung der Sprache die "Gesellschaft der türkischen Sprache (Türk Dil Kurumu)", eine staatliche Einrichtung ins Leben gerufen. Trotzdem finden sich noch immer viele Wörter persischen oder arabischen Ursprungs in der türkischen Sprache.

 

Verbreitungsgebiete

Es wird geschätzt, dass das Türkisch der heutigen Zeit für etwa etwa 65 – 70 Millionen Menschen die Muttersprache ist. Der größte Anteil findet sich naturgemäß in der Türkei selbst, wo türkisch selbstverständlich auch die Amtssprache ist, und beläuft sich auf rund 80% oder 58 – 60 Millionen Menschen. Dazu kommen rund 40.000 Sprecher in den nahegelegenen Staaten Kasachstan, Tadschikistan, Aserbaidschan, Usbekistan und

Kirgisistan. Türkische Minderheiten finden sich ebenfalls im Iran, im Irak und verbreitet im gesamten Balkangebiet. In Mazedonien, Rumänien und im Kosovo fungiert türkisch sogar als lokale Amtssprache. Nicht zu vergessen ist der türkische Teil von Zypern mit knapp 200.000 Sprechern und selbst in Griechenland ist Türkisch noch für ca. 130.000 Menschen die Muttersprache.

Durch Auswanderung ist die türkische Sprache auch im restlichen Europa durchaus verbreitet. Allen voran sicherlich Deutschland mit rund 2 Millionen türkischsprachigen Menschen. Darüber hinaus finden sich Muttersprachler in Frankreich (135.000), Belgien(60.000), die Niederlande (150.000) und Schweden (5.000). Selbst in den USA und in Kanada gaben noch rund 33.000 Menschen Türkisch als ihre Muttersprache an.

Es wird geschätzt, dass neben den bereits erwähnten 65 – 70 Millionen Muttersprachlern  rund 20 Millionen Menschen türkisch als Zweitsprache sprechen.

 

Türkisch erlernen

Türkisch gehört – wie bereits erwähnt – zu der Familie der Turksprachen, deren Kennzeichen ein sogenannter agglutinierender Sprachbau ist. Der Ausdruck "agglutinieren" hat einen lateinischen Ursprung und bedeutet dem Sinne nach etwa "verklumpen" oder auch "verkleben". Gemeint ist damit das grundsätzliche Prinzip, sehr viel mit Endungen, sogenannten "Suffixen" zu arbeiten. Diese werden an das Wort angehängt und verändern bzw. erweitern damit die Bedeutung. Ausgedrückt werden damit z.B. die Fälle (Nominativ, Akkusativ…), die Zeiten (Vergangenheit, Zukunft…), Singular oder Plural und vieles andere mehr. Diese Suffixe sind bei einem einzigen Wort in vielfacher Weise kombinierbar, so dass ein Ausdruck durchaus beachtlich lang werden kann, je mehr Informationen er enthält.

Auch wenn dies alles zunächst sehr fremd klingt, sollte sich trotzdem niemand in das berühmte "Boxhorn" jagen lassen. Ist das Prinzip im Grundsatz verstanden, wird man feststellen, dass das Erlernen des Türkischen weitaus weniger kompliziert ist, als es sich zunächst anhört. Die Sprache folgt klaren und einfach verständlichen Regeln mit einer fast mathematischen Präzision, und es gibt verschwindend wenige Ausnahmen.

Lassen Sie sich ein auf eine sehr schöne Phonetik und lernen Sie die Sprache! Schauen Sie über Rand Ihres Döner-Tellers hinaus und Sie finden Zugang zu einem modernen Land zwischen Orient und Okzident sowie zu einer faszinierenden Kultur mit Jahrtausende alten Wurzeln. Es wird sich lohnen!

Zum Erlernen der türkischen Sprache steht in der nachfolgenden Übersicht eine interessante Auswahl an unterschiedlichen Sprachkursen zur Verfügung. Es gibt für jeden Kenntnisstand das passende Produkt. Neueinsteiger bzw. Anfänger werden optimal in die Sprache eingeführt und für die Fortgeschrittenen stehen themenbezogene Sprachkurse auf höchstem Niveau zur Verfügung und man kann das passende Interessengebiet (oder auch mehrere) auswählen oder auch neue Anregungen erfahren. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote anzusehen. Eine Vielzal von kostenlosen Kennenlern-Angeboten ist inbegriffen und wenn Sie ihren Türkei-Urlaub mit dem  Expresskurs vorbereiten möchten, dann ist ein kostenloser Reiseführer im Angebot enthalten. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die unterschiedlichen Angebote.


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